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Happy Birthday, Google

Anfang September wurde Google fünf Jahre alt. Grund genug, einmal kurz einen Blick darauf zu werfen, wie alles begann.

1995 trafen sich die späteren Gründer Larry Page und Sergey Brin an der Universität in Stanford – anlässlich einer Führung. Im Januar 1996 begannen sie ihre Zusammenarbeit an einer ersten Suchmaschine. Die hieß damals „BackRub“, weil sie schon damals eine bis heute zentrale Fähigkeit hatte: das Zurückverfolgen von Links zurück zu der Seite, auf der der Link verzeichnet ist. Der damalige Durchschnitts-Robots vermochte lediglich den Links zu folgen und vergaß, woher er kam.

Studenten sind immer knapp bei Kasse, und so verzichteten die beiden auf die sonst üblichen dicken und teuren Server und begannen, auf normalen, billig erhältlichen PCs zu arbeiten. Damals gab es nette Bildchen aus dem Serverraum, wo wilde Lego-Konstruktionen manche Teile zusammen hielten.

Die nächsten Schritt waren weitere Zukäufe an Billig-Hardware und die Suche nach Investoren. Trotz Dotcom-Fieber seinerzeit war das Interesse von Unternehmen sehr gering. Man setzte in den Chefetagen auf bunte Portale und all die anderen Hype-Projekte, die inzwischen längst vom Wind der Geschichte verweht wurden.

Einer hatte den richtigen Riecher: Andy Bechtolsheim, einer der Gründer von Sun Microsystems, war interessiert. Aber selbst für eine kurze Präsentation war kaum Zeit, und weil er es eilig hatte, ließ er den beiden mal eben einen Scheck über 100.000 Dollar da. Es gab nur ein Problem: Der Scheck war ausgeschrieben auf eine Firma namens Google. Inc., und die gab es nicht. Keine Chance, den Scheck mal eben einzulösen. Also lag der Scheck etliche Wochen in der Schublade herum, bis die beiden alle Formalitäten zur Gründung einer Firma endlich hinter sich gebracht hatten.

Die Google-Zeitrechnung beginnt am 7. September 1998. Wie sich das gehört, begann alles in einer Garage in Menlo Park, Kalifornien. Zur Untermiete, aber mit elektrischem Tor. Der erste Angestellte war (und ist) der Technische Direktor Craig Silverstein. Zu der Zeit beantwortet Google etwa 10.000 Anfragen am Tag, ein halbes Jahr später waren es schon 500.000. Die Zahl der Mitarbeiter war schnell auf acht gestiegen und auch die Presse war aufmerksam geworden. Das Garagenbüro wurde schnell zu eng, und so zog man im Februar 1999 in ein Büro in der University Avenue um.

Jetzt kamen langsam die großen Namen ins Spiel: Dank der Tatsache, dass Google konsequent auf Linux setzt, konnte man den großen Linux Distributor Red Hat als Kunden gewinnen. Im Juni 1999 dann kam dann Venture Capital im großen Stile: Die führenden VC-Firmen Sequoia Capital und Kleiner Perkins Caufield & Buyers pumpten 25 Millionen Dollar in die neue Company. Obwohl die beiden VC Firmen ansonsten heftige Konkurrenten waren, die bereits Yahoo, Amazon, Sun Microsystems und anderen auf die Sprünge geholfen hatten, machte man den Deal gemeinsam perfekt. Das Ganze fand stilecht bei Google an deren Konferenztisch statt, improvisiert aus einer Tischtennisplatte.

Jetzt ging es in großen Schritten weiter:
Der Platz wurde für die vielen neuen Mitarbeiter schon wieder zu eng, und so zog man wieder weiter. Diesmal ging es ins „Googleplex“, das derzeitige Hauptquartier in Mountain View, Kalifornien.

Am 21. September 1999 wurde der schon lange nur noch symbolische „beta“ Sticker von der Homepage entfernt.

Die New Economy Büro Kultur beherrschte die Google Büros (und tut es noch): Die Schreibtische bestehen aus Türen, die auf Sägeböcken liegen, jede Menge Lava Lampen überall, große Gummibälle laden zum Sitzen ein, etliche Hunde tollen in der Lobby herum – eine Atmosphäre für Innovationen: Das Open Directory wurde implementiert und viele Verbesserungen an der Software wurde vorgenommen.

In der ganzen Zeit hat Google außer dem Joint Venture Kapital keine weiteren Kredite aufgenommen oder Geldgeber ins Boot gezogen. Umsatz kam durch die steigende Zahl von Unternehmen, die Google für ihre Firmensuche einsetzten. Ein weiterer finanzieller Baustein wurde mit der Einführung der stichwortgesteuerten Werbung eingefügt.

Zu der Zeit gab es jede Menge Preise in USA und die Firma wurde landesweit bekannt. Auch die internationalen Nutzer wurden bedacht: 10 Sites in unterschiedlichen Landessprachen wurden gelauncht, darunter auch die deutsche Version.

Am 26. Juni 2000 wurde der große Deal zwischen Google und Yahoo bekannt gegeben. Yahoo ersetzte den bisherige Suchservice von Inktomi durch die Google Suche und machte damit Google auf eine Schlag bei der breiten Masse der Nutzer bekannt. Nebenbei vervielfachte sich die Menge der Anfragen auf 18 Millionen pro Tag. Ende des Jahres 2000 lag die Zahl der durchschnittlichen Anfragen schon bei 100 Millionen Suchen pro Tag. Die Google Toolbar, die Ende 2000 vorgestellt wurde, sich in den Browser einklinkt und komfortable Funktionen jederzeit zur Verfügung stellt, hat sicher gewissen Anteil daran.
Zu der Zeit startete auch der große Cash-Bringer, die Google AdWords. Innerhalb von Minuten kann jeder noch so kleine Werbtreibende eine Online Kampagne starten und Werbeanzeigen kontextbezogen platzieren – Kreditkarte genügt.

Google auf Einkaufstour:
Auf große Zustimmung der Netzgemeinde fiel die Akquisition von Deja.com, der Firma, die eine Suche über das gesamte Usenet Archiv zur Verfügung gestellt hatte. Google hat die Herausforderung, die über 500 Millionen Beträge in ein durchsuchbares Formal zu bringen, recht gut gemeistert. Über eine Web-Oberfläche wird jedem die Teilnahme an den Diskussionen des Usenet ermöglicht, auch ohne Newsreader.

Dazu kamen im Jahre 2001 einige Neuentwicklungen: Eher unterhaltsam und für Marketingzwecke nützlich ist der Google Zeitgeist, eine Statistik der meistgesuchten Begriffe, aufgeschlüsselt nach verschiedenen Vorgaben. Sehr nützlich für den Alltag hingegen ist die Bildersuche und die Suche in Katalogen. Die eingescannten Kataloge amerikanischer Hersteller unterschiedlichster Produkte lassen sich online im Volltext durchforsten. Im Dezember erreichte man die Marke von 3 Milliarden indexierten Dokumenten.

Im Jahre 2002 wurden die Google AdWords stark überarbeitet: Analog zu Espotting und Overture wird jetzt nach Klicks abgerechnet (Cost Per Click, CPC). Die Google Labs zeigen Experimente und Gedankenspiele rund um neue Suchfunktionen und ermöglichen interessierten Nutzern, hautnah an der Entwicklung teilzuhaben.

„In love with innovation“ nennt Google dies und fasst damit das Credo der derzeit weltweit erfolgreichsten Suchmaschine zusammen: Die Informationen der Welt organisieren, sie allgemein zugänglich machen und damit für alle nützlich.


Quelle: Die Google Geschichte (englisch)
Direktlink: Alles über Google


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